Gutachten

tunnel Flirsch

Arlberg, VorArlbereg/Österreich

Tunnel Flirsch

 

Projektlage

S 16 Arlberg Schnellstraße,
Vorarlberg / Österreich

 

Auftraggeber

Bundesministerium für Verkehr Innovation und Technologie (BMVIT), Wien

 

Bauherr

ASFINAG

 

Bauwerkslänge

Tunnel Flirsch L = 872,20 m, Galerie Flirsch L = 19,94 m

 

Anzahl Tunnelröhren / Fahrstreifen / Betriebsart:

1 / 2 / GV

 

 

Leistungsumfang

Sicherheitsbeurteilung auf Grundlage des Straßentunnelsicherheitsgesetzes (STSG), §§7+8 der Republik Österreich im Auftrag des BMVIT durch den Sachverständigen für Tunnelsicherheit

 

Fertigstellung/Inbetriebnahme

2016

Projektbeschreibung

 

Der Tunnel Flirsch wurde einer Generalsanierung unterzogen. Diese umfasste sowohl die bautechnische Sanierung, sowie alle technischen Gewerke inkl. der Entwässerung.

 

Da bis zur Sanierung keine Fluchtwege außer den Portalen zur Verfügung standen, wurde die Schaffung eines Notausgangs in Form eines Fluchtstollens zu einem zusätzlichen Fluchtweg erforderlich.

 

Die  Europäische Richtlinie über "Mindestanforderungen für die Sicherheit von Tunneln im transeuropäischen Straßennetz" verfolgt das Ziel, ein konstantes und hohes Schutzniveau für alle Straßentunnel zu verwirklichen (EUR-Lex: Richtlinie 2004/54/EG).

 

In Österreich wurde diese Richtlinie mit dem Straßentunnelsicherheitsgesetz (STSG) umgesetzt.

 

Die im Zuge des „Vorprojektes (vgl. Entwurfsplanung) erstellte Planung wurde einer „Sicherheitsbeurteilung“ in Form eines Gutachtens unterzogen (§7 STSG) um die erforderliche Tunnelsicherheit, die bei Umsetzung der vorgelegten Planung zu erwarten war, zu bescheinigen.

 

Besonderheit ist der direkt an die Galerie anschließende Tunnel Gondebach mit einer Länge von 354m, der in die sicherheitstechnischen Betrachtungen einbezogen werden musste.

 

Nach Ausführung der Bauleistungen wurde die Ausführungs- / Bestandsplanung sowie die Ausführung der Leistungen in Form einer „Vor-Ort-Inspektion“ begutachtet (§8 STSG).

 

Im Zuge der Vor-Ort-Inspektion erfolgten Funktionstests einzelner Anlagenkomponenten, sowie eine gewerkeübergreifende Funktionskontrolle auf Basis einer Wirkmatrix. Darüber hinaus wurden Brandversuche durchgeführt, um die Funktionalität der Lüftungsanlage und deren Regelung überprüfen zu können. Die Brandversuche wurde als Heißbrandversuche mittels Benzin- / Dieselgemisch sowie mittels einer Vernebelungsmaschine durchgeführt, um eine realistische Rauchausbreitung zu erzielen.

 

Besonderes Augenmerk galt hierbei der Rauchausbreitung im Galeriebereich zwischen den beiden Tunnelbauwerken.

 

Die Sanierung erfolgte in mehreren Bauphasen, in denen der Tunnel auch im Gegenverkehr betrieben wurde. Zu jeder Verkehrs- bzw. Sanierungsphase wurde eine separate Sicherheitsbeurteilung erstellt.

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